Worms – Mehrgängige Schnecken und der Q-Parameter (Mazak)

Mehrgängige Schnecken und der Q-Parameter (Mazak)

Die Bearbeitung von Schnecken mit einer Gangzahl von mehr als eins erfordert eine präzise Winkelteilung der Spindel. In diesem Abschnitt erklären wir, wie EvoSpline diesen Prozess steuert und wie Sie Formatierungsfehler im NC-Code vermeiden.

Wie funktioniert die Gangteilung?

Bei Mazak-Maschinen (und den meisten EIA/ISO-Systemen) besteht die Fertigung einer mehrgängigen Schnecke darin, die gesamte generierte Werkzeugbahn zu wiederholen, jedoch mit einem versetzten Winkelstartpunkt für jeden weiteren Gang.

  • Erster Gang: Das Werkzeug startet bei einem Spindelwinkel von 0°.
  • Weitere Gänge: Die Maschine liest die Q-Adresse, die definiert, um welchen Winkel die Spindel gedreht werden muss, bevor das Schneiden der nächsten Helix beginnt.

Wichtig: Obwohl jeder Gang durch dieselben Werkzeugversätze (Kopierdrehen/Wierszowanie) generiert wird, entscheidet allein der Startmoment der Spindel über deren relative Lage zueinander.

Formatierung der Q-Adresse

Dies ist die häufigste Stelle, an der Fehler auftreten. Abhängig von der Konfiguration Ihrer Maschine (meistens Maschinenparameter F167 Bit 0) kann die Mazak-Steuerung den Winkel in einem von zwei Formaten erwarten:

  • Dezimalformat (z. B. Q360.0000): Der Winkel wird direkt in Grad mit einem Punkt angegeben.
  • Tausendstel-Format (z. B. Q360000): Hierbei entspricht der Wert 360000 genau 360 Grad (360 Grad = 1000 Einheiten).

Wenn Sie das falsche Format wählen, gibt die Maschine entweder einen Fehler aus oder (was noch schlimmer ist) führt die Teilung unter einem völlig anderen Winkel aus, sodass ein Gang über dem anderen geschnitten wird.

Praxistipp: Der „Knetmasse-Test“

Sie haben keinen Zugriff auf die Maschinenparameter oder sind sich bezüglich der Einstellungen unsicher? Es gibt eine einfache und sichere Methode, um die Formatierung ohne Risiko für Werkzeug und Bauteil zu überprüfen:

  1. Welle vorbereiten: Spannen Sie eine beliebige gedrehte Welle (Rohling) in das Futter ein.
  2. Testprogramm generieren: Erstellen Sie in EvoSpline zwei Programmversionen für eine mehrgängige Schnecke – eine mit aktivierter Option für das Tausendstel-Format und eine ohne.
  3. Durchmesser anpassen: Stellen Sie im Programm den Fußdurchmesser (Root diameter) nahe dem Außendurchmesser ein (so, dass das Werkzeug die Oberfläche kaum berührt oder sogar 0,1 mm in der Luft über der Welle verfährt).
  4. Knetmasse verwenden: Bringen Sie eine dünne Schicht Knetmasse an oder markieren Sie die Welle mit einem Anreißmedium (z. B. Edding/Layout-Fluid).
  5. Test starten: Lassen Sie das Programm laufen. Sie sehen nun, ob sich die Einschnitte (Spuren auf der Knetmasse bzw. dem Marker) entsprechend der Gangzahl gleichmäßig verteilen. Wenn sich die Spuren überlagern oder in seltsamen Abständen liegen, ändern Sie das Format im Programm und wiederholen Sie den Test.
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