Worms – Funktionsprinzip: Das Kopierdrehverfahren

Funktionsprinzip: Das Kopierdrehverfahren (Step-over turning)

Das Herzstück des Worm-Moduls im EvoSpline-Programm ist ein fortschrittlicher Algorithmus zur Steuerung des Werkzeugstartpunkts. Um den Vorteil dieser Methode zu verstehen, muss man sie mit dem traditionellen Gewindeschneiden vergleichen.

Traditionelles Gewindeschneiden vs. Kopierdrehen (Wierszowanie)

  • Beim Standard-Gewindezyklus startet das Werkzeug jeden Durchgang an derselben Position in der Z-Achse und ändert nur die Zustelltiefe in der X-Achse. In diesem Fall ist die Form der Nut ein direktes Abbild des Profils der Wendeschneidplatte. Um mit dieser Methode ein korrektes Schneckenprofil zu erhalten, wäre der Einsatz eines teuren Formwerkzeugs erforderlich.
  • EvoSpline ändert dieses Prinzip: Das Programm generiert einen Code, der den Startpunkt des Werkzeugs bei jedem nachfolgenden Durchgang nicht nur in der X-Achse, sondern auch in der Z-Achse präzise verschiebt. Dadurch „formt“ eine Standard-Wendeplatte (z. B. VBMT) Schritt für Schritt die gewünschte, theoretische Form der Schneckennut und gewährleistet ein perfektes Axialprofil.

Entscheidende Qualitätsfaktoren:

  • Präzision und Maschinenzustand: Um eine glatte Oberfläche und ein exaktes Profil zu erzielen, muss der technische Zustand der Maschine eine hohe Positioniergenauigkeit zulassen. Das Eliminieren von übermäßigem Spiel an den Kugelgewindetrieben und die sorgfältige Ausrichtung der Geometrie der X/Z-Achsen sind entscheidend, damit jede Werkzeugbahn exakt mit den Berechnungen übereinstimmt.
  • Wiederholgenauigkeit der Spindel (Mazak-Technologie): Das Kopierdrehverfahren (Wierszowanie) basiert auf dem mehrfachen Schneiden des Gewindes mit unterschiedlichen Versätzen. Mazak-Maschinen gewährleisten dank fortschrittlicher Steuerungssysteme und hochauflösender Enkoder eine perfekte Wiederholgenauigkeit des Startpunkts in Bezug auf die Winkelposition der Spindel. Es ist genau diese bewährte Mazak-Technologie, die eine fehlerfreie Ausführung der Hunderte von Präzisionsdurchgängen ermöglicht, die zur Formung eines perfekten Zahns erforderlich sind.
Nach oben scrollen